Stephan:
Im wirklich letzten Beitrag möchte ich noch kurz ein Fazit ziehen.
Man hört viel über Kanada ist es toll oder nicht, was ist der Indian Summer folgend meine persönliche Meinung dazu.
Ja, Kanada ist verdammt groß, auch wenn man es zuvor 100 mal gehört hat, man kan es sich nicht vorstellen (evtl können diejenigen unter euch die schon in Australien waren es begreifen).
Das Auto ist hier Fortbewegungsmittel Nummer 1, mehrere Tage Auto zu fahren ist hier normal. Ich erinnere mich hier an eine Mc Donalds Werbung am Straßenrand „visit us in 200 km“ eigentlich komisch, wir haben die Premium Fahrzeuge mit geringem Verbrauch.
Auch wenn der Sprit im Vergleich zu Deutschland billig ist, geht es aufgrund des hohen Verbrauchs und den weiten Strecken ins Geld.
Man sollte auch nicht unterschätzen absolutes Maximum sind 110 km/h und das hat man bei evtl 5% der Strecke, teilweise fährt man 300 km mit 80km/h.
LKWs fahren genauso schnell wie PKWs also nicht so wie bei uns nur 80km/h.
Auch wird an jeder Stelle gebaut, wenn wir so viel in unser Straßennetz investieren würden… Es kann aber auch passieren, dass man mal eine Stunde auf einem Feldweg fahren muss.
1. Tipp unbedingt ein SUV Mietenfalls man länger und nicht unbedingt nur in Großstädten unterwegs ist. Falls ihr mal über unbefestigte Strassen müsst zählt sich das aus. Ein RAM oder ähnliches wär natürlich besser aber wohl schwer zu bekommen und zu finanzieren.
Was noch sehr ungewohnt ist, dass hier die Preise ohne Steuer deklariert werden. Im Schnitt kommen 10-12% an der Kasse drauf. Daran hab ich mich auch in 5 Wochen nicht gewöhnt.
Zum Thema Städte, naja damit kann Kanada nicht wirklich glänzen, ich finde eh die meisten Städte langweilig und bin lieber draußen. Québec war hier mit Abstand die schönste Stadt, Toronto hat auch seine schönen Ecken, Ottawa war auch passabel, aber Vancouver war an zwei unterschiedlichen Tagen jedes mal furchtbar. Paris, Amsterdam und natürlich München sind da andere Kaliber.
2. Tipp nicht wegen den Städten nach Kanada kommen
Kanada glänzt viel mehr durch seine unendliche Wälder und die dort lebenden Tiere.
Durch seine schiere Größe ist es vielerorts so unberührt wie man es bei uns kaum findet.
3. Tipp Kanada erlebt man in der Natur!
Ich habe in 5 Wochen keine Bären gesehen!
Jetzt zum Thema Indian Summer, anfangs war ich auch eher skeptisch, ob das so ein Unterschied zu unserem Herbst ist. Und wenn man an den richtigen Stellen zur richtigen Zeit ist, würde ich sagen ja! Evtl findet man auch bei uns große Laubwälder! Aber extra deswegen nach Kanada zu kommen lohnt meiner Meinung nach nicht, erstens ist der Peak der Farben nur sehr kurz (ich hatte im Algonquin Park echt Glück am richtigen Ort zu richtigen Zeit zu sein).je nach Witterung 3 Tage bis eine Woche. Wenn man also nicht das Glück hat lange Urlaub machen zu können ist es sehr schwer diesen Zeitpunkt zu treffen.
Zum Thema Recycling, das habe ich bis zu Schluss nicht verstanden, Plastik und Glas in eins, aber keine chipstüten, Dosen ganz getrennt und drangibst noch Müll. Und dann gibt es noch so etwas wie den grünen Punkt das ist nochmal extra. Schon faszinierend wie hier versucht wird die Umwelt zu schönen aber gleichzeitig Autos Gefahren werden die 20 Liter und mehr Verbräuchen. Geschweige von den anderen Umweltsünde wie Fracking oder Erdölgewinnung aus Sandschichten
Das Thema Essen, vergesst es. Käse ist unendlich teuer und es gibt eigenlich nur Cheddar, Wurst schmeckt nach nichts und Brot ist besser als Kopfkissen zu verwenden als zu Essen. Bier schmeckt auch eher schlecht als recht.
Das Thema Menschen, ich war in insgesamt 5 Staaten Alberta, British Columbia, Québec, New Brunswick und Ontario.
In BC, Québec und Ontario war ich lange genug um mir eine Meinung Bilden zu können. Leider kann ich kein Französisch weshalb ich mich in
Québec immer etwas unwillkommen gefühlt habe, das war in BC und Ontario ganz anders, hier hatte ich den Eindruck die Leute freuen sich das man hier ist. Im großen und ganzen kommen mir sie Kanadier eher entspannt vor, vor allem auf dem Land. Die Häuser sind hier wohl in weniger als jenem Leben finanziert, so dass es noch für ein großes Auto (RAM 1500 oder größer oder Ford F150) und Spielzeug wie quasi und Motorhoms zu reiche scheint. Ich glaube die Deutschen sind die Nation weltweit die sich am meisten Gedanken um Ihre Altersvorsorge macht, wahrscheinlich haben wir deshalb eine ungeahnten Wohlatand erreicht, den ich sonst noch nirgends auf der Welt gesehen habe!
Am Ende einer solche Reise stellt man sich natürlich die Frage war es das alles Wert, den Jahresurlaub zu opfern einmal um die halbe Welt zu fliegen, über 7.500 Kilometer Auto zu fahren, an seine körperliche und psychischen Grenzen zu gehen und Unmengen Geld auszugeben?…
Von mir ein klares ja, wer solch eine Möglichkeit bekommt Zeit und Geld für so eine Reise zu haben musssie nutzen. Wer weiß wann man mal wieder dazu kommt. Ich habe auf dieser Reise viel gelernt über mich und andere. Um wenigstens mein grünes Gewissen zu beruhigen werde ich meinen Fleisch Konsum weiter reduzieren und evtl. Mal wieder in den Urlaub zu Fuß gehen!
Man darf natürlich nicht vergessen, dass wir ein großes Glück haben in Bayern leben zu dürfen. Wir habe alles bis aufs mehr in unmittelbarer Umgebung. Auch München gehört zu den schönsten Städten, wenn es nicht sogar die schönste Stadt ist, in der ich je war.
Ich bedanke mich bei alle Lesern und verabschiede mich mit einem Zitat von Thomas Mann:“
Reisen ist das einzig taugliche gegen die Beschleunigung der Zeit








































































































